Senioren-Union NRW und Junge Union NRW auf der Gamescom 2026
Auf Einladung des game – Verband der deutschen Games-Branche informierte sich eine Gruppe der Senioren-Union der CDU NRW gemeinsam mit der Jungen Union NRW auf der Gamescom 2026 in Köln über aktuelle Projekte, neue Technologien und Trends der Games-Branche.
Bei einem geführten Rundgang tauschten sich Hubert Hüppe, Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Gerd Josmann, Mitglied des Landesvorstands der Senioren-Union NRW, und Daniel Güttler, Landesgeschäftsführer der Senioren-Union NRW, mit Spieleentwicklern und Branchenvertretern aus. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung Games längst über Unterhaltung hinaus für Gesellschaft, Bildung, Demokratie und technologische Entwicklungen haben.
Ein Schwerpunkt des Rundgangs war der E-Sport – der sportlich organisierte Wettkampf mit Computerspielen. E-Sport entwickelt sich zunehmend zu einem Breitensport mit zahlreichen Turnieren und Ligen. Auch auf internationaler Ebene gewinnt das Thema an Bedeutung. Unter dem ehemaligen IOC-Präsidenten Thomas Bach wurden erste Schritte unternommen, E-Sport stärker in die olympische Bewegung einzubinden.
Großen Raum auf der Gamescom nahmen die sogenannten Indie-Games ein. Dabei handelt es sich um Spiele, die von kleineren, unabhängigen Entwicklerteams produziert werden. Besonders interessant sind Projekte, die Games gezielt als Bildungsinstrument einsetzen. Mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung entstehen beispielsweise Spiele, die im Geschichts- und Sozialwissenschaftsunterricht eingesetzt werden können.
Auch für ältere Menschen eröffnen sich durch die Games-Branche neue Möglichkeiten. Konstruktions- und Simulationsspiele, etwa Bagger- oder Busfahrsimulatoren, können nicht nur unterhalten, sondern auch Fähigkeiten fördern und neue Erlebnisräume schaffen. Gerade für Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen könnte hier ein interessanter Zukunftsmarkt entstehen.
Beeindruckend waren zudem barrierefreie Spiele und Technologien, die Menschen mit Behinderungen eine Teilhabe ermöglichen. Einige Anwendungen lassen sich beispielsweise allein über Augenbewegungen steuern.
Die Leidenschaft der Games-Community beschränkt sich längst nicht auf das Spielen selbst. Von Gamerinnen und Gamern initiierte Spendenaktionen haben bereits Millionenbeträge für soziale und gemeinnützige Zwecke gesammelt. Damit zeigt die Community, dass Games auch eine starke gesellschaftliche Dimension besitzen können.
Zum Abschluss erhielt die Besuchergruppe Einblicke in die Arbeit der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) und damit in Fragen des Jugendmedienschutzes. Auch die Altersfreigaben von Games und digitalen Spieleplattformen standen dabei im Mittelpunkt.
Mit zahlreichen neuen Eindrücken und drei zentralen Erkenntnissen endete der Besuch der Gamescom 2026: „Lust auf Zukunft“, „gesellschaftliche Relevanz“ und „Potenzial für die Industrie 4.0“. Für die Senioren-Union NRW zeigte der Rundgang eindrucksvoll, dass die Games-Branche längst nicht mehr nur ein Thema für junge Menschen ist, sondern auch für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Innovation und die ältere Generation zunehmend an Bedeutung gewinnt.